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Gutes Essen in Schulen - darauf kommt es an!

Autorenbild: Sabine DämonSabine Dämon

Ein gutes, gesundes Essen kann für unsere Kinder und Jugendlichen Vieles leisten. Dabei spielt auch der Mittagstisch in Bildungseinrichtungen eine wichtige Rolle. Wir liefern einen Überblick, was eine gute tägliche Verpflegung in Schulen ausmacht.


Mittagstisch in der Schule - Essensausgabe


Kinder und Jugendliche verbringen immer mehr Zeit in Schulen, Horten und Kindergärten und nehmen dort auch zunehmend ihr Mittagessen ein. Aktuell sind es etwa 425.000 Mahlzeiten, die täglich in Österreichs Bildungseinrichtungen serviert werden – ein enormer „Hebel“ für die Gesundheit unserer Kinder, aber auch die unseres Planeten.  Es ist daher ein wesentliches Ziel, dass Kindern ein ausgewogener, schmackhafter, nachhaltiger und leistbarer (am besten kostenfreier) Mittagstisch angeboten wird - summa summarum ein sehr hoher Anspruch an die Schulverpflegung. Einige wichtige Aspekte liegen dabei im Detail, für deren Umsetzung es aber praxiserprobte Leitfäden und gute Unterstützung gibt.

 

Viel von der Pflanze: das richtige Verhältnis am Teller

Ausgewogene Mahlzeiten tun unseren Kindern gut. Sie liefern viele wichtige Nährstoffe, sorgen für eine stabile Energiezufuhr und unterstützen ein gesundes Wachstum. Ein weiterer Pluspunkt: Sie tragen auch zu einem erfolgreichen Schulalltag bei, denn nach einem guten Mittagessen haben Müdigkeit und Konzentrationstiefs keine Chance. Als Orientierung für eine gesundheits- und leistungsförderliche Zusammensetzung einer Mahlzeit dient das so genannte Tellermodell, das das Verhältnis der einzelnen Speisenkomponenten bzw. Lebensmittelgruppen zueinander auf einem Teller sichtbar macht: die Hälfte einer Mahlzeit sollte aus Gemüse und Obst bestehen, ein Viertel aus sättigendem Vollkorngetreide und Kartoffeln sowie ein Viertel aus Eiweißquellen wie Hülsenfrüchten, Samen, Nüssen, Milchprodukten oder magerem Fleisch. Für die Zubereitung sollen pflanzliche Öle bevorzugt werden. Als grobe leicht zu merkende Faustregel gilt: Ein gesunder und nachhaltiger Teller besteht zu mehr als drei Viertel aus pflanzlichen Lebensmitteln. Dass die Portionsgrößen altersgerecht angepasst sein müssen, versteht sich dabei von selbst.

 

Bitte viel Abwechslung: ein ausgewogener, innovativer, attraktiver Speiseplan

Eine ausgewogene, abwechslungsreiche und pflanzenbasierte Ernährung fördert unsere Gesundheit umfassend und senkt laut unzähligen Studien das Risiko für spätere Erkrankungen deutlich. Dabei kommt es nicht unbedingt auf jede einzelne Mahlzeit an, sondern auf die Ausgewogenheit insgesamt, das heißt wie häufig bestimmte Speisen und ihre Komponenten bzw. Lebensmittelgruppen auf den Teller kommen. Dazu gibt es konkrete Empfehlungen und Leitfäden, die für die gesundheitsfördernde Gestaltung von Speiseplänen in Schulen herangezogen werden können. Sie beinhalten auch Hinweise für eine fett-, zucker- oder salzarme Zubereitung.

Da Ernährungsgewohnheiten und Geschmacksvorlieben bereits von Kindesbeinen an geprägt werden, hat die tägliche Verpflegung in der Schule auch einen großen Einfluss auf das zukünftige Essverhalten. Neben klassischen Speisenhits bringen abgewandelte, innovative Gerichte z.B. eine bunte Gemüse-Kartoffelpfanne oder kreative vegetarische Burger und dazu frische Kräuter nicht nur eine köstliche Abwechslung, sondern fördern auch das Kennenlernen neuer Lebensmittel und Speisen sowie die Geschmacksentwicklung für das gesamte Leben. Schöne Bilder und gut klingende Speisenamen steigern die Anzahl der Bestellungen.

 

Bewusste Auswahl: auf die einzelnen Zutaten kommt es an

Ein gutes Schulessen besteht in erster Linie aus nährstoffreichen, vielfältigen, frischen, saisonalen und regionalen Zutaten. Besonders biologische Lebensmittel können eine gesunde und auch nachhaltige Alternative darstellen. Sie sind reich an Geschmack, weniger mit Schadstoffen belastet und ihre Produktion unterstützt das Tierwohl und den Erhalt von Bodengesundheit und Artenvielfalt. Eine nachhaltige Schulverpflegung bedeutet auch, dass auf kurze Transportwege sowie wenig Lebensmittelverschwendung und Verpackungsmüll geachtet wird. Pflanzliche Zutaten wie Getreideprodukte, Kartoffeln, Gemüse und Obst belasten die Ressourcen unseres Planeten in der Regel deutlich weniger als tierische Lebensmittel.

 

Ausreichend Trinkmöglichkeit: für das richtige Angebot sorgen

Zu einem gesunden Mittagstisch gehört auch die Versorgung mit Getränken. Wasser sollte jederzeit zur freien Entnahme verfügbar sein. Ungesüßte Tees oder mit Wasser verdünnte Fruchtsäfte können abwechslungsreiche Alternativen sein. Zuckerreiche, süßstoff- oder koffeinhaltige Limonaden sollten hingegen vermieden werden.

 

Flexibilität: die individuellen Bedürfnisse berücksichtigen

Auch individuelle Bedürfnisse wir Allergien, Unverträglichkeiten und kulturelle Essgewohnheiten müssen im Rahmen der Schulverpflegung beachtet werden. Außerdem braucht es ein attraktives vegetarisches oder veganes Angebot für die zunehmend höhere Nachfrage auch unter Kindern und Jugendlichen (nicht bloß ein „Beilagenteller“).

 

Förderung von Esskultur, Schulgemeinschaft und Ernährungsbildung

Nicht nur das Speisenangebot selbst ist wichtig. Das gemeinsame Genießen von Mahlzeiten in der Schule kann eine gute Tisch- und Esskultur sowie den Austausch innerhalb der Schulgemeinschaft fördern. Voraussetzung dafür ist ausreichend Zeit und ein ansprechender Raum zum Essen. Werden die Schüler*innen in die Gestaltung mit einbezogen, so fördert dies die Identifikation und Akzeptanz. Wenn mittags alle gern essen gehen, kann ein Speiseraum zum kommunikativen Zentrum in Schulen werden.

Gespräche oder Workshops im Unterricht und eigene Projekte, bei denen Schüler*innen mehr über die Rolle unserer Ernährung erfahren und selbst pflanzenreiche Gerichte zubereiten, können helfen, das Bewusstsein zu schärfen, die Ernährungs- und Gesundheitskompetenz zu steigern und damit auch die Akzeptanz für ein gesundes, nachhaltiges Verpflegungsangebot.  

 

Fazit:

Eine gut durchdachte Schulverpflegung, die von Schüler*innen gerne genutzt wird, kann die Schulgemeinschaft fördern, schulische Leistungen unterstützen, gesunde Essgewohnheiten bis in die Zukunft prägen und einen wertvollen Beitrag zur Ernährungs-, Gesundheits- und Umweltbildung leisten. Davon profitieren alle: die Kinder und ihre Eltern, die Schulen, die Verpflegungsbetriebe und die (regionale) Lebensmittelproduktion, die Gemeinden (oder andere Schulerhalter) und schließlich auch die gesamte Gesellschaft.



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